Direkt — ohne Lösungsmittel — aus der eingeschnittenen Rinde von Myroxylon balsamum var. pereirae (Royle) Harms (Perubalsam, Myroxylon) gewonnen, einem Baum aus der Familie der Fabaceae, der in Mittelamerika, vor allem in El Salvador und Honduras, heimisch ist. Der Name 'Perubalsam' ist historisch und irreführend — die Pflanze stammt nicht aus Peru. Die Gewinnung erfolgt durch Einschnitte in die zuvor erhitzte beziehungsweise angebrannte Rinde, in einem Verfahren, das an die Gewinnung anderer Naturharze erinnert. Das phytochemische Profil wird von Benzylcinnamat (40-70 %) und Benzylbenzoat (15-30 %) dominiert, dazu kommen Vanillin, Benzylalkohol und Benzoesäure — eine Zusammensetzung reich an aromatischen Estern. Perubalsam ist ein Standardallergen in dermatologischen Epikutantests (INCI: Myroxylon pereirae) und als häufiges Sensibilisierungsmittel bekannt. In der Aromatherapie wird er als wundheilendes und antiseptisches Hautmittel sowie in der Parfümerie als hochwertiger Fixateur eingesetzt; sein vanillig-balsamischer Duft ist ein Grundpfeiler orientalischer Duftfamilien. Bei Allergien gegen Benzoesäureester kontraindiziert. Warme, vanillige und balsamische Basisnote.
Mittelamerika, vor allem El Salvador; Kolumbien.
Balsam aus der verletzten Baumrinde
Der Rohbalsam wird durch Einschneiden der Rinde gewonnen; das Öl durch Destillation des Rohbalsams
2 Tropfen Perubalsam + 3 Tropfen Lavendel + 2 Tropfen Immortelle in 20 ml Hagebuttenöl. Morgens und abends mit sanften kreisenden Bewegungen auf Narben auftragen, mindestens einen Monat lang.
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