Durch Wasserdampfdestillation aus getrockneten und fermentierten Blättern von Pogostemon cablin (Blanco) Benth. (Patchouli) gewonnen, einer mehrjährigen buschigen krautigen Pflanze aus der Familie der Lamiaceae, die aus dem tropischen Asien (Philippinen, Indonesien, Indien) stammt und heute intensiv in Indonesien, Indien, China und Paraguay kultiviert wird. Die Fermentation der Blätter vor der Destillation ist entscheidend für die Entwicklung des vollständigen Aromaprofils und erhöht während des kontrollierten Abbaus die Konzentration von Patchoulol. Patchouli gehört zu den ikonischsten Düften der Geschichte: Im 19. Jahrhundert wurden Kaschmirstoffe auf dem langen Seeweg nach Europa mit Patchouli parfümiert, um sie vor Motten zu schützen, wodurch europäische Verbraucher den Duft mit luxuriösem orientalischem Exotismus verbanden. Das phytochemische Profil wird von Patchoulol (30-45 %), Norpatchoulenol (0,3-1 %), α-Bulnesen und α-Guaien geprägt — Sesquiterpenen mit venentonisierender, entzündungshemmender und antimikrobieller Aktivität. Norpatchoulenol trägt wesentlich zur außergewöhnlichen Fixierwirkung von Patchouli in der Parfümerie bei. In der Aromatherapie wird es als Venen- und Lymphtonikum bei Cellulite und Ödemen, zur Hautpflege, als antimykotisches Mittel und als erdend-beruhigendes Öl eingesetzt. Warme, erdig-holzige Basisnote.
Indonesien (Sulawesi, Sumatra), Indien, Philippinen und China.
Getrocknete Blätter
Wasserdampfdestillation
6 Tropfen Patchouli + 4 Tropfen Neroli + 4 Tropfen Lavendel + 2 Tropfen Rose in 30 ml Hagebuttenöl. Zweimal täglich einmassieren.
10 Tropfen Patchouli + 5 Tropfen Vetiver + 4 Tropfen Sandelholz + 3 Tropfen Ylang-Ylang + 3 Tropfen Bergamotte in 10 ml Alkohol.
10 Tropfen Patchouli + 10 Tropfen Lavendel + 5 Tropfen Zeder auf Baumwoll- oder Holzplättchen geben. Zwischen der Kleidung im Schrank aufbewahren.
Harmoniert mit: