Muskatellersalbei
Muskatellersalbei
Salvia sclarea
Familie
Lamiaceae
Note
Herz
Verwendeter Teil
Blühende Spitzen und Blätter
Extraktion
Wasserdampfdestillation
Pflanzenbeschreibung

Durch Wasserdampfdestillation aus den blühenden Spitzen von Salvia sclarea L. (Muskatellersalbei, clary sage) gewonnen, einer zwei- oder mehrjährigen krautigen Pflanze aus der Familie der Lamiaceae, die im östlichen Mittelmeerraum und in Zentralasien heimisch ist und in Südfrankreich (Valence, Drôme), Russland und Marokko angebaut wird. Muskatellersalbei unterscheidet sich historisch und kulturell deutlich vom Echten Salbei: Er gilt nicht als neurotoxisch und besitzt einen charakteristischen moschusartig-floral-krautigen Duft. Das phytochemische Profil wird von Linalylacetat (55-75 %) und Linalool (10-25 %) dominiert, dazu kommen Germacren-D, Alpha-Terpineol und Sclareol (ein nicht flüchtiges Diterpen). Für Linalylacetat und Linalool sind angstlösende, sedierende und antidepressive Wirkungen dokumentiert. Sclareol, das als Rückstand bei der Destillation verbleibt, besitzt östrogenartige Eigenschaften und dient in der Pharmakologie als Ausgangsstoff für die Synthese bestimmter Steroidmoleküle. In der Aromatherapie wird Muskatellersalbei als weiblicher Hormonregulator (Menstruationszyklus, prämenstruelles Syndrom, Menopause), als angstlösendes und antidepressives Mittel, als krampflösendes und ZNS-beruhigendes Mittel sowie als mildes Aphrodisiakum eingesetzt. Moschusartig-florale, krautige und leicht mandelartige Herznote.

Herkunft

Asien und Mittelmeerraum

Verwendeter Teil

Blühende Spitzen und Blätter

Extraktionsmethode

Wasserdampfdestillation

Hauptanwendungen
  • Tonisierend und beruhigend ist Muskatellersalbei bei Störungen des vegetativen Nervensystems angezeigt: psychosomatisch bedingten Ungleichgewichten, Asthenie, depressiven Zuständen, Rekonvaleszenz und Schwäche älterer Menschen.
  • Er wirkt auf das Fortpflanzungssystem, reguliert den Menstruationsfluss und lindert Beschwerden der Wechseljahre.
  • Er regt die Durchblutung an, wirkt günstig auf die Motorik und entspannt die Muskulatur, insbesondere wenn Muskelspannung emotional bedingt ist.
  • Er gilt wegen seiner euphorisierenden Wirkung und seines Einflusses auf Kreislauf und Nervensystem als aphrodisierende Essenz.
  • Dank seiner krampflösenden und beruhigenden Wirkung wird er bei asthmatischen Beschwerden eingesetzt.
  • Er regt die Verdauung an, unterstützt die Blutreinigung und die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und wird bei Leber- und Gallenblasenbeschwerden empfohlen.
Rezepte & Mischungen
Prämenstruelles Syndrom

3 Tropfen Muskatellersalbei + 2 Tropfen Geranie + 2 Tropfen Ylang-Ylang in den 5 Tagen vor der Menstruation im Diffuser. Lindert Anspannung, Reizbarkeit und Menstruationsbeschwerden.

Natürlich antidepressiv

4 Tropfen Muskatellersalbei + 3 Tropfen Bergamotte + 2 Tropfen Neroli im Diffuser. Euphorisierende und stimmungsausgleichende Mischung bei Traurigkeit und leichter depressiver Verstimmung.

Aphrodisierendes Bad

5 Tropfen Muskatellersalbei + 3 Tropfen Ylang-Ylang + 2 Tropfen Sandelholz in 2 Esslöffeln Vollmilch emulgieren. Im warmen Bad auflösen für eine sinnlich umhüllende und entspannende Wirkung.

Unterstützung in den Wechseljahren

3 Tropfen Muskatellersalbei + 2 Tropfen Zypresse + 3 Tropfen Geranie im Diffuser. Ausgleichende Mischung bei Hitzewallungen, Reizbarkeit und Schlafstörungen in der Menopause.

Floral-moschusartige Duftmischung

3 Tropfen Muskatellersalbei + 2 Tropfen Rose + 2 Tropfen Vetiver im Diffuser. Komplexe und verführerische moschusartig-florale Mischung, ideal als abendlicher Raumduft.

Kontraindikationen
Ungiftig, nicht reizend und nicht sensibilisierend. Während der Schwangerschaft vermeiden. Nicht zusammen mit Alkohol verwenden, da dies narkotische Wirkungen hervorrufen und den Rausch verstärken kann.