Süßer Majoran
Süßer Majoran
Origanum majorana
Familie
Lamiaceae
Note
Herz
Verwendeter Teil
Getrocknete blühende Pflanze
Extraktion
Wasserdampfdestillation
Pflanzenbeschreibung

Gewonnen durch Wasserdampfdestillation aus den blühenden Spitzen von Origanum majorana L. (Süßer Majoran, marjoram), einer mehrjährigen oder einjährigen Pflanze aus der Familie der Lamiaceae, die aus Nordafrika und dem Nahen Osten stammt und im gesamten Mittelmeerraum als wichtiges Gewürz- und Heilkraut kultiviert wird. Schon Aristoteles und Dioskurides beschrieben Majoran bei Muskelschmerzen; in der griechischen Mythologie war er mit Aphrodite und Hochzeiten verbunden. Das phytochemische Profil wird von Terpinen-4-ol (15–30 %), γ-Terpinen (15–25 %) und Sabinen dominiert, ergänzt durch α-Terpinen, Linalool und cis-Sabinenhydrat. Terpinen-4-ol trägt wesentlich zu den beruhigenden, schmerzlindernden und antibakteriellen Eigenschaften bei. Die Kombination der Inhaltsstoffe verleiht Majoran ein besonderes nervenregulierendes Profil: beruhigend auf den Sympathikus und tonisierend auf den Parasympathikus, nützlich bei nervöser Übererregung, somatisierter Angst und chronischer Schlaflosigkeit. In der Aromatherapie wird er als beruhigendes und nervös krampflösendes, muskelanalgetisches, gefäßerweiterndes und blutdrucksenkendes Öl verwendet. Herznote: warm, krautig, süß und leicht phenolisch.

Herkunft

Persien

Verwendeter Teil

Getrocknete blühende Pflanze

Extraktionsmethode

Wasserdampfdestillation

Hauptanwendungen
  • Majoranöl wird bei zahlreichen nervös oder emotional bedingten Beschwerden wie Angst, Tachykardie, Neurasthenie, Schwindel, emotionalen Schwankungen, Arrhythmien, Ohnmachtsneigung, Schwitzen und Beklemmungsgefühl eingesetzt.
  • Auch Migräne, Atembeschwerden, Aerophagie, Verdauungskrämpfe, Kolitis und Hautprobleme können traditionell mit Majoran behandelt werden, wenn sie nervös bedingt sind.
  • Es wirkt gefäßerweiternd und kann den Blutdruck senken; daher wird es bei stressbedingtem Bluthochdruck eingesetzt.
  • Als Massageöl wirkt es wärmend und wird besonders bei Muskelschmerzen nach körperlicher Belastung und bei steifen oder verspannten Muskeln verwendet.
  • Es wird bei Uteruskrämpfen, prämenstruellen Beschwerden und Dysmenorrhö eingesetzt; bei sehr starker Menstruation sollte es wegen emmenagoger Eigenschaften vermieden werden.
  • Es wird auch gegen Husten verwendet.
Rezepte & Mischungen
Bei Tachykardie und nervöser Angst

3 Tropfen Majoran + 2 Tropfen Lavendel + 2 Tropfen Neroli im Diffusor. Bei nervösem Herzklopfen, Erwartungsangst und stressbedingtem Bluthochdruck.

Schlaflosigkeit bei überaktivem Geist

4 Tropfen Majoran + 3 Tropfen Lavendel + 2 Tropfen Vetiver eine Stunde vor dem Schlafengehen im Diffusor. Beruhigt das Nervensystem und fördert tiefen Schlaf.

Menstruationsschmerzen und Krämpfe

4 Tropfen Majoran + 3 Tropfen Muskatellersalbei + 2 Tropfen Römische Kamille in 25 ml Johanniskrautöl. Während der Menstruation kreisend auf Unterbauch und Kreuzbein massieren.

Stressbedingte Muskelverspannungen

5 Tropfen Majoran + 3 Tropfen Lavendel + 2 Tropfen Pfefferminze in 30 ml Mandelöl. Auf Nacken, Schultern und Trapezmuskel massieren.

Nervöser Bluthochdruck — Abendbad

8 Tropfen Majoran + 5 Tropfen Ylang-Ylang in 2 Esslöffeln Vollmilch emulgieren und im warmen Bad lösen. Tief beruhigend und entspannend.

Kontraindikationen
Ungiftig, nicht reizend und nicht sensibilisierend. In der Schwangerschaft vermeiden.