Durch Wasserdampfdestillation aus den blühenden Spitzen von Salvia rosmarinus Spenn. (Syn. Rosmarinus officinalis L., Rosmarin) gewonnen, einem immergrünen Strauch aus der Familie der Lamiaceae, typisch für die mediterrane Macchie und von den iberischen Atlantikküsten bis in die Türkei und nach Nordafrika verbreitet, vor allem auf sonnigen Kalkböden. Rosmarin gehört zu den traditionsreichsten Heilpflanzen Europas — bereits Dioskurides und Plinius beschrieben ihn — und ist in der westlichen Tradition ein Symbol für Erinnerung und Treue. Das phytochemische Profil variiert deutlich je nach Chemotyp: CT Cineol (vorherrschend in Marokko und Spanien) enthält 1,8-Cineol (35-50 %), α-Pinen und Campher (<10 %); CT Campher (Frankreich, spanisches Inland) enthält 15-30 % Campher; CT Verbenon (Korsika, Sardinien) ist reich an Verbenon (15-40 %). In der Aromatherapie unterscheiden sich die Eigenschaften entsprechend dem Chemotyp: der cineolreiche Typ gilt als schleimlösend und antiinfektiös, der campherreiche als Muskel- und Kreislauftonikum, der verbenonreiche als leberregenerierend. Allen gemeinsam sind eine stimulierende Wirkung auf das Nervensystem, Unterstützung von Gedächtnis und Konzentration sowie antioxidative Eigenschaften. In Schwangerschaft und bei Epilepsie kontraindiziert. Frische, balsamische und aromatische Kopf-Herznote.
Mittelmeerraum; wichtige Produzenten sind Tunesien, Spanien, Marokko und Frankreich.
Blühende Spitzen und Blätter
Wasserdampfdestillation
10 Tropfen Rosmarin + 5 Tropfen Atlaszeder + 5 Tropfen Lavendel auf jeweils 100 ml neutrales Shampoo. Regelmäßig verwenden.
8 Tropfen Rosmarin + 5 Tropfen Zypresse + 4 Tropfen Zitrone in 30 ml Mandelöl. Die Beine von unten nach oben massieren.
3 Tropfen Rosmarin + 3 Tropfen Zitrone + 2 Tropfen Pfefferminze während des Lernens oder Arbeitens in den Diffusor geben.
Harmoniert mit: