Gewonnen durch Lösungsmittelextraktion als Absolue oder durch Destillation aus Evernia prunastri (L.) Ach., einer epiphytischen Flechte aus der Familie der Parmeliaceae, die auf Stämmen von Eichen, Tannen und anderen Laubbäumen in Mittel- und Südeuropa, auf dem Balkan und in Marokko wächst. Eichenmoos zählt zu den wertvollsten und komplexesten Rohstoffen traditioneller Parfümerie und ist als „mousse de chêne“ in klassischen Chanel- und Guerlain-Formulierungen bekannt. Das chemische Profil ist außergewöhnlich komplex mit über 100 identifizierten Bestandteilen, darunter Orcinol, Evernin, Atranorin, Usninsäure und chlorierte Verbindungen. Sein Duft ist erdig, holzig, moosig und wild und unterscheidet sich deutlich von anderen ätherischen Ölen. Atranorin und Chloroatranorin sind bekannte Kontaktallergene; topisch darf Eichenmoos nur in sehr niedriger Konzentration gemäß IFRA eingesetzt werden. In geringer Dosierung zur Raumdiffusion gilt es als unproblematischer. In der Aromatherapie dient es als Fixateur, erdender Meditationsduft und olfaktorisches Bild des Waldbodens.
Europa, Nordamerika
Flechte
Lösungsmittelextraktion (Absolue)
1 Tropfen Eichenmoos + 3 Tropfen Atlaszeder + 3 Tropfen Patchouli im Diffusor. Das Moos fixiert und erdet die Mischung mit seiner animalisch-erdigen Basis.
1 Tropfen Eichenmoos + 2 Tropfen Vetiver + 2 Tropfen Sandelholz in 15 ml Jojobaöl. Sparsam als intensiven, lang anhaltenden Naturduft auf die Handgelenke auftragen.
1 Tropfen Eichenmoos + 3 Tropfen Waldkiefer + 2 Tropfen Weihrauch im Diffusor. Erinnert an die Stille eines alten Waldes und unterstützt Erdung und Präsenz.
1 Tropfen Eichenmoos + 2 Tropfen Benzoe + 2 Tropfen Bergamotte im Diffusor. Basis für maskuline Kompositionen mit lederig-moosigem Akzent.
3 Tropfen Eichenmoos + 4 Tropfen Lavandin + 3 Tropfen Atlaszeder in 2 Esslöffeln Vollmilch emulgieren. Nur sehr niedrig dosiert und für Erwachsene ohne bekannte Hautallergien.